Aktuelles

Den ganzen Artikel lesen

Eine Legende wurde geboren
04.07.2011, 08:23
 
"So etwas ziehen nur meine Waschzuberkapitäne durch!" verkündete Neptun mit stolz geschwellter Brust der gesamten Meereswelt. Es war ein Wetter in dem Legenden geboren werden.
Und! Legendär war das, was abging!

"Eh, ihr wollt doch das Rennen heute nicht wirklich stattfinden lassen...?" fragte ein Poppbär aus Berlin.
Er hatte die Autoscheibe einen Spalt heruntergekurbelt, damit der Innenraum nicht sofort mit Regenwasser geflutet wurde.

Der Sturm peitschte die Schauer erbarmungslos auf die angereisten Enthusiasten.
Nun könnte man glauben, dass das Stimmungsbarometer dem Wetter folgte und immer tiefer sank.

Aber NEIN! Gute Laune und Galgenhumor waren angesagt. Alle waren gut drauf.

Selbst die feinen Sinne des allmächtigen Meeresgottes vernahmen keinerlei Gemecker.
Dabei waren nach wenigen Minuten die Klamotten zum auswringen durchweicht
und aus den Fotoapparaten lief das Wasser.
DJ Tetzis durchweichte Mikrofone hielten wundersam durch
und die Technik von Haui der die Beschallung zauberte,
stand mitten im stürmischen Regenchaos.
Die Sturmböen drückten die Waschzuber an die Pier und nur im Schlepptau eines starken Motorbootes kamen sie überhaupt bis zum Rennareal vor der Bahnhofsbrücke.

Einer der Merseburger schüttelte angesichts dieses Katastrophenszenarios nur den Kopf:
"So eine Scheiße habe ich in den zwanzig Jahren die ich nun mitmache noch nie erlebt - aber geil, hammergeil die Scheiße... "
Sprach es und platschte davon.

Mittlerweile hatten in Warnemünde alle Veranstalter aufgegeben.
Selbst die an extremes Wetter gewöhnten Segler bliesen ihre Rennen ab.
Zu einem Zeitpunkt, als die ersten Waschzubercrews ihre Showacts aufführten.
Mitten im kalten Sturmregen tanzten leicht bekleidete Waschzubermausis vor staunenden Gästen.
Tausende Urlauber drängten sich auf der Bahnhofsbrücke und schauten ungläubig den Verrückten zu.

Es war der Hammer.

Völlig unbeeindruckt vom Wetter war das Waschzubertreiben dann dennoch nicht.
Selbst Neptun hatte der Regen ein wenig das Gehirn aufgeweicht.
So wurden Rennen angesagt und abgesagt und wieder angesagt.
Passend zur chaotischen Wettersituation - sozusagen.

Der vom Enthusiasmus auf dem Wasser beeindruckte Meeresgott
hatte allen Waschzubercrews 120% Punkte für den Showteil gegeben - ob Show oder nicht.
Das stellte die Jury vor das rechnerisch schier unlösbare Problem einen Sieger zu krönen.

Letztlich fand das alles entscheidende Rennen dann doch statt.

Herzlichen Glückwunsch dem Team "Atominos" aus Rostock.

Ja Leute, bleibt uns nur noch EUCH zu danken!
Geil dass IHR da wart! Und - HAMMERGEIL das IHR das durchgezogen habt!

Uns Nordlichtern, denen vielen schon seit Jahren die Seeluft kräftig um die Nase weht,
habt IHR gezeigt was eine echte "Waschzuberharke" ist.
Unsere Ehrfurcht ist grenzenlos!
Bleibt uns nur EUCH bestes Wetter für das nächste Jahr zu versprechen - denn dann sehen wir uns hoffentlich vollzählig wieder!

zurück

 

© Faschingsclub der IHS "Die Macher" e.V.