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Wow, die Mugge ist gelaufen!
05.07.2009, 17:26
 
„Wow! Die Mugge ist gelaufen“ sagte ein sichtlich erleichterter und glücklicher Steffen Ohm, genannt „det Öhmchen“. Er ist einer der drei Organisatoren des legendären Waschzuberrennens auf dem Alten Strom in Warnemünde. Seit 1986 gibt es diesen Megagaudi. Immer am ersten Juliwochenende, pünktlich zur Eröffnung der Warnemünder Woche wagen sich die skurrilsten Gefährte aufs Wasser. Waschzuber! Jedoch mit den alten Teilen aus Uromas Zeiten haben die nix mehr gemein. Da schwimmen Autos, Bierkisten, Betonmischer und dieses Jahr sogar eine Hafenbar vor der Warnemünder Bahnhofsbrücke umher. Anders als in den vergangenen Jahren, soff diesmal keiner ab. Das ist eine Leistung. Sehr zum Gaudi der vielen tausend Zuschauer ging immer mal einer „auf Tiefe“. Die Waschzuberbesatzungen kommen aus ganz Deutschland. Da ist es kein Wunder, wenn wesentliche schiffbauliche Grundkenntnisse fehlen. Die sind auch nicht wichtig. Der Spaß an der Sache steht über allem. Genau, dieser Funke springt auch auf die begeisterten Zuschauer über. Dicht gedrängt standen sie um keinen Show-Act zu verpassen. Obwohl der Wind die Waschzuber von den Zuschauern wegtrieb, gab es genug Supershow für alle. Besonders aber für Neptun und seine Nixen, die genau in der Windrichtung saßen und die Show aus nächster Nähe genossen. So vergab er auch viele Sonderpunkte für die Tanzeinlage der hübschen Mädels des Rostocker Pablo-Neruda Clubs. Neptun als Rennleiter des Spektakels war nicht der einzige Promi. Seit vielen Jahren ist es Tradition, dass der Rostocker Oberbürgermeister den Schirmherrn mimt. OB Methling war natürlich anwesend und amüsierte sich köstlich.
Nach gut drei Stunden endete mit der großen Seeschlacht ein Waschzuberrennen der Superlative: Superwetter, Superstimmung, Supershow, Superpublikum, Superwaschzuber, Superorganisation, Supermädels… Einfach eine irre Party!
Danke den drei Faschingsopas des ebenso legendären IHS-Faschings und allen ihren Helfern. „Last not least“ und keinesfalls unerwähnt der Dank an die Waschzuberteams. Sie haben keine Mühe und Kosten gescheut, dabei zu sein. Während einige mit Miet-LKW aus Merseburg anreisten, schoben Warnemünder Enthusiasten mehrere Stunden ihren Waschzuber per Hand über die Straße zum Alten Strom. Das Rennareal verließen am späten Nachmittag alle, nachdem sie so penibel selbst die kleinsten Kippen aufgesammelt und die Anwohner schon meinten, so sauber hätte die Fläche noch nie ausgesehen. Auch das soll dankender Weise nicht unerwähnt bleiben. Ach so, wer eigentlich gewonnen hat? Der Spaß an der Sache, könnte man berechtigter Weise sagen. Gesamtsieger wurde das Team des Studentclubs „Reaktor“ aus Merseburg mit ihrem „Märchenzuber“. Es gab noch weitere Preise: Showsieger wurde, wer hat es auch nicht anders erwartet, die Hafenbar des Pablo-Neruda-Clubs aus Rostock. Der Fairplay-Preis ging an „Rock im Mai“ Waschzuber und „Ententerminator“ wurde der Brandenburger Entenzuber.

Udo Cimutta, Faschingsopa

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